Unterwegs mit dem Maler Ralf Schlegel

Saale-Galerie präsentiert Ausstellung in der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt



Maren Kratschmer-Kroneck (links), die Initiatorin der Ausstellung, mit Sabine Beyer,
Leiterin des Vorstandsbüros, und Martin Bayer, Vorstandschef der Kreissparkasse Saalfeld-
Rudolstadt vor Bildern von Ralf Schlegel. Foto: Saale-Galerie

Dr. Maren Kratschmer-Kroneck [saale-galerie]: Der Weg eines Autodidakten zur Kunst ist oft lang und kurvenreich. Ralf Schlegel ist 47. Das ist für einen Kunstmacher noch kein Alter. Doch wenn es angefüllt ist mit Lebenserfahrung, kann das eine gute Vorbereitung sein für die Erkundung eines Talents. Schlegel kommt aus Jena, war Elektromechaniker, Altenpfleger, Schaufensterdekorateur und Lithograf und hat schließlich in eine Malerfamilie eingeheiratet. Der Schwiegervater war sein erster ihn prägender Mentor. Jetzt lebt Schlegel in Pößneck. Die meisten seiner Motive findet er in Thüringen. Pößneck, Weimar – und Saalfelds winklige Gassen haben es ihm angetan. Pastellkreiden sind sein Arbeitsmaterial. Er nutzt sie bilderbuchartig, lässt sich von urbanen Licht- und Schattenseiten faszinieren. Derart gestaltet er Stadt-, Straßen- und Hausphysiognomien. Er bringt sie gern aus dem Gleichgewicht, lässt sie schwanken. Das Bekannte gerät dadurch in eine angespannte Situation. Unbedingt erwähnenswert sind seine Selbstporträts als Trauernder, Gekreuzigter und in voller Hoffnung. Das alles steckt wohl auch sinnbildhaft in seinen Stadtbildern.

Die Ausstellung in der Hauptstelle der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt in Saalfeld ist bis Ende Mai zu sehen.

OTZ / 01.05.18